Das „Herz Gehirn“: Schrittmacher der Vitalität

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Das Herz Gehirn: Es heisst doch „mit Herz und Gehirn, Verstand oder Hirn.“ Wer manche der bisher 31 Beiträge gelesen kennt meine Begeisterung zur Hirnforschung der letzten Jahrzehnte, insbesondere den Erkenntnissen die mit Verhaltensweisen, die aus dem „ältesten unserer Gehirne“, dem sogenannten Reptilhirn resultieren. Es ist faszinierend wie wenig dieses Wissen um Fight, Flight, Freeze in unsere Allgemeinbildung Einzug hatte.

Und jetzt das: Unser Herz hat auch ein „Gehirn“!

Inspiriert durch den Beitrag Was Dein Herz Dir sagen will, stiess ich auf das kalifornische interdisziplinäre Herzforschungsinstitut HeartMath (1991 gegründet) und deren Veröffentlichungen zur Intelligenz und mehrschichtigen zentralen Rolle als Metronom und Schrittmacher für das gesamte Körpersystem. Ein paar sehr aufschlussreiche Erkenntnisse, die mir so bewiesen völlig neu waren, mag ich aufzählen. Natürlich darf man nicht ausser Acht lassen, dass auch Organe wie z.Bsp. der Darm stark neuronal vernetzt sind:

Fähigkeiten des Herzens laut HeartMath Forschungen:

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Eine Endscheidung ist ein kognitiver „Achtsamkeits-Muskel“ – Teil 3

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.  Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.  Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.  Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Die Entscheidung das eigene innere Erleben zum Zentrum der eigenen Wahrnehmung zu machen, ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten, vitalitätsstarken Leben. Ein kleiner Rückblick zu der „Erste Hilfe“ Schritten aus meinen persönlichen Erfahrungen der Artikelserie:

Schritt Eins:
Individuell unterschiedliche Wahrnehmungen

  • Lediglich 0,04% aller Informationen werden vom Gehirn aufgenommen
  • 0,00036% also ca. 40-50 Bits pro Sekunde gelangen in unser Bewusstsein
  • unser Filtersystem (Fokus) kann bestimmen was uns bewusst wird

Schritt Zwei:
Tatsachen*, Interpretationen* und Bewertungen*

  • nur der bewusste (Selbst-) Beobachter* kann Tatsachen herausfiltern
  • der Zustand eines Amygdala-Hijacks schliesst gute Entscheidungen aus
  • Tatsachen entzaubern die im Innen wahrgenommene emotionale Welt
... mehr zum ersten Erste-Hilfe Schritt Wahrnehmung bestimmt Emotion
... mehr zum zweiten Erste-Hilfe Schritt wiederholte Emotion wahr.nehmen

Erst jetzt kann ein kognitives Gedankentraining beginnen, das in mehr Achtsamkeit im Umgang mit den eigenen Gedanken, Emotionen, Bewertungen und Interpretationen mündet. Die bewusste Selbstschau unseres Gehirns steigert Resilienz gegen Herausforderungen und fördert Vitalität durch geistige Acht- und Aufmerksamkeit.

Die (Entscheidung-) Macht des Prefrontal Cortex zu nutzen

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Depression – was sie ist, wie kann man vorbeugen

Zitate - Depression von Hermann Hesse

Depression ist zweifelsohne eine Volkskrankheit!!! 

Na bumm, WHO-Schätzungen zu folgen leiden 800.000 Österreicher und Österreicherinnen an Depression. (siehe ORF science) Das macht 9,3% der Bevölkerung aus, die mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression erkranken.

  • bis zu 25% Wahrscheinlichkeit als Frau daran zu erkranken
  • bis 12% Wahrscheinlichkeit leiden Männern daran

Kann man Depression und Burnout voneinander unterscheiden?

Heute ist Burnout begrifflich zwar gängig, darf aber nicht mit Depression verwechselt werden!

  • Burnout betrifft ein tätigkeitsbezogenes körperliches & psychisches Ausbrennen und ist keine Diagnose, aus der eine bestimmte Behandlungsform hervorgeht
  • Depression hingegen erwächst aus Traumata persönlicher Erfahrungen und kann eine Behandlung, wie eine Einweisung ins Krankenhaus ermöglichen

Zur Vollausprägung beider Krankheitsbilder sagt Dr. Christian Simhandl in einem Standard-Interview: „Es besteht aber kein Unterschied mehr zwischen einem Burnout und einer typisch depressiven Episode.“ 

Die Definition der Depression ist eindeutig und klar

Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden, leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von sogenannten „somatischen“ Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.

Was passiert bei Depression im Gehirn?

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